Abschlagszahlungen für Heizkosten

Steigende Energie- und Betriebskosten!

Angesichts der dramatisch gestiegenen Öl- und Gaskosten empfehlen wir den selbstnutzenden Eigentümern schon jetzt vorausschauend die Abschlagszahlungen für Heizkosten zu erhöhen oder Rücklagen für Heizöleinkäufe zu bilden. Den Mietern raten wir offensiv auf ihre Vermieter zuzugehen und anzubieten, die Vorauszahlungen auf die Betriebskosten drastisch zu erhöhen. Teilweise ist hier die Verdopplung der Vorauszahlung zu empfehlen, um nicht am Ende der Abrechnungszeit eine zu hohe Nachzahlungssumme leisten zu müssen.

Wir rechnen kurz und mittelfristig mit weiter erheblich steigenden Nebenkosten. Nicht nur die Energiekosten, sondern auch alle übrigen Nebenkosten werden ansteigen. Inflation und Materialangebotsverknappung – aufgrund der derzeit aufgetretenen Lieferproblematiken – wirken sich auch auf die übrigen Wohnnebenkosten aus. Die Lohn- und Materialkosten der Dienstleister, rund um das Wohnen, erhöhen sich, so dass auch hier mit einem Preisanstieg für die Endverbraucher zu rechnen ist.

Als Verband der privaten Eigentümer versuchen wir auf die politisch Verantwortlichen auf Bundes- und Landesebene einzuwirken, um Eigentümern genauso wie Mietern vor steigenden Mietnebenkosten zu bewahren oder um Modelle zur Entlastung zu finden. So haben wir in den vergangenen Monaten und Jahren immer wieder darauf hingewiesen, dass wir in Bremen und Bremerhaven im Städtevergleich bei den staatlich beeinflussbaren Nebenkosten wie der Grundsteuer, den Abwasserwasserkosten und den Müllgebühren auf den hinteren Plätzen liegen und es hier viele Kommunen gibt, die diese Kosten deutlich niedriger halten.

Um die Bürger langfristig von den nun steigenden Kosten der fossilen Energien zu entlasten, plädieren wir für ein stetiges Pro-Kopf-Klimageld zur Erstattung der Einnahmen aus der CO2-Bepreisung. Der beschlossene Heizkostenzuschuss für Wohngeldempfänger von einmalig 270 Euro pro Haushalt sowie weiteren 70 Euro pro Person im selben Haushalt ist lediglich ein erster Schritt. Nun muss die Bundesregierung ein Verfahren vorlegen, um die Auszahlung zu verstetigen. Das Klimageld ist sozial- und klimapolitisch wirksam. Ohne die Unterstützung durch die öffentliche Hand wird das Problem der hohen Wohnnebenkosten nicht zu lösen sein.

Als private Eigentümer sind wir nicht in der Lage, neben unseren eigenen stark gestiegenen Wohnnebenkosten auch noch die Wohnnebenkosten unserer Mieter mit zu übernehmen.

Ihr Ingmar Vergau,
Geschäftsführer Haus & Grund Landesverband Bremen e.V.

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