Klimaschutzziele durch Förderung erreichen

Klimaschutzziele durch Fördern nicht durch Fordern erreichen

Der CO2-Ausstoß muss zügig gesenkt werden, und zwar dort, wo es am kosteneffizientesten möglich ist. Klimaneutralität ist ein zentrales gesellschaftliches Ziel. Besonders im Fokus steht dabei der Gebäudesektor, denn er muss ein elementares Bedürfnis des Menschen befriedigen: das Wohnen.

Die privaten Eigentümer sind sich ihrer Verantwortung für ihre Mieter und die Bewohner der Immobilien bewusst. Private Vermieter kümmern sich um die Instandhaltung und klimabewusste Sanierung ihrer Immobilien. Instandhaltungen und Sanierungen kosten Geld. Das Vermieten muss auskömmlich sein. Unter anderem aus diesem Grunde dürfen Mieten nicht pauschal gebremst, gekappt, gedeckelt oder anderweitig reguliert werden.

Bei jeder klimapolitischen Entscheidung sind die Auswirkungen auf die Kosten des Wohnens mitzudenken. Bei jeder Idee und Maßnahme, die im Zusammenhang mit Klimavorgaben für den Gebäudesektor verabschiedet wird, ist von der Politik vorab eine tatsächliche Begutachtung der Auswirkungen auf die Kosten des Wohnens zu erstellen. Finanzielle Überforderungen der privaten Eigentümer müssen verhindert werden. Die Kosten des Klimaschutzes dürfen nicht bei den privaten Eigentümern hängen bleiben. Regulierungen wie die Mietpreisbremse, die Kappungsgrenzenverordnung und ähnliche regulatorische Daumenschrauben sind Gift für klimapolitisch gewollte Investitionen in den Gebäudebestand. Wer mehr Klimaschutz im Gebäudebestand will, muss Investitionen fördern, nicht unterbinden.

Dipl.-Ing. Andreas Schemmel,
Vorsitzender Haus & Grund Landesverband Bremen e.V.