Bremen braucht Einfamilienhäuser

Liebe Mitglieder

Bremen braucht Einfamilienhäuser. Der Wunsch nach Wohneigentum und das möglichst im Grünen ist ungebrochen – vor allem Menschen zwischen 20 und 40 Jahren würden gerne eine Immobilie kaufen oder bauen. Diverse Studien weisen diese Wünsche Jahr für Jahr nach.

Sicher ist, dass die Menschen versuchen werden sich ihre Sehnsucht nach einem nach eigenen Wünschen gebauten Haus zu erfüllen – auf die eine oder andere Weise. Das Einfamilienhaus in Bremen und Bremerhaven zu verhindern oder gar zu verbieten wäre der falsche Weg. Ein Teil der Betroffenen wird bei entsprechender Zahlungsbereitschaft in die ohnehin angespannten attraktiven Innenstadtlagen ausweichen, um so den Kompromiss der Etagenwohnung wenigstens durch eine zentrale Lage auszugleichen. Diejenigen mit einem starken Wunsch nach einem Einfamilienhaus werden die günstigeren Angebote im niedersächsischen Umland wahrnehmen. Dies kann nicht gewünscht sein.

Die erste Gruppe sorgt kurzfristig für eine weitere Verschärfung des angespannten städtischen Wohnungsmarktes. Die zweite Gruppe wandert ins Umland ab und sorgt durch den entstehenden Pendelverkehr für eine zusätzliche ökologische Belastung. Die dringend in Bremen benötigten Einkommenssteuern fließen in das angrenzende Bundesland ab. Langfristig wird diese Gruppe der Eigenheimerwerber im Umland den dortigen Wohnungsmarkt durch ihre erhöhte Nachfrage verschärfen. Alternativen bei der Innenentwicklung und Nachverdichtung sind auch für Städte wie Bremen und Bremerhaven wichtig. Das Maß für die Stadtentwicklung muss sich jedoch an den Wünschen der jungen Menschen und Familien orientieren. Wenn man im Innenbereich mit der Stadtentwicklung keine Antworten auf die Bedürfnisse findet, dann kann die Lösung nicht sein, den Wunsch nach dem Leben im Einfamilienhaus zu unterbinden oder zu verbieten.

Ihr Nils Kobilke
Vorsitzender Haus & Grund Bremen-Nord e.V.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.