Bundeskabinett verabschiedet Berufszulassungsregelungen für Immobilienmakler und Wohnungseigentumsverwalter

Am 31. August hat das Bundeskabinett endlich den seit Jahrzehnten überfälligen Entwurf eines Gesetzes zur Einführung einer Berufszulassungsregelung für gewerbliche Immobilienmakler und Verwalter von Wohnungseigentum verabschiedet. Ein Zurück wird es hoffentlich nicht mehr geben.

Feld-, Wald- und Wiesenmakler und Verwalter ohne jegliche fachliche Qualifikation für die von Ihnen angebotenen Dienstleistungen, wird es in absehbarer Zukunft nicht mehr geben. Das ist gut so. Die gesetzlichen Regelungen schützen nicht nur die Verbraucher. Sie werden auch der Berufsgruppe der Immobiliendienstleister helfen, verlorengegangenes Vertrauen in ihre Leistungen und die Angemessenheit der verlangten Vergütungen wieder herzustellen.

Leider wurden gegenüber dem ursprünglichen Referentenentwurf noch einige Verschlimmbesserungen in den nun verabschiedeten Gesetzentwurf eingebracht. Neben sprachlichen Änderungen soll auch der Zeitraum für die Nachweiserbringung von bereits am Markt tätigen Immobilienmaklern und Wohnungseigentumsverwaltern von den im Referentenentwurf bisher vorgesehenen sieben Monaten auf 13 Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes ausgeweitet werden. Zudem sollen Immobilienmakler und Wohnungseigentumsverwalter zukünftig sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter entsprechend qualifiziert sind. Die bisher ebenfalls geforderte Gewährleistung der Zuverlässigkeit der Mitarbeiter ist hingegen entfallen. Außerdem ist bedauerlicherweise die bisher vorgesehene Berufshaftpflichtversicherung aus dem Gesetzesentwurf gestrichen worden.

Bleibt zu hoffen, dass das Gesetz nun möglichst zum 1. Januar 2017 in Kraft treten kann und dass der erforderliche Sachkundenachweis auch seinen Namen verdient.

Ihr Dipl. Ing. Andreas Schemmel
Vorsitzender Haus & Grund Landesverband Bremen e.V.