Die Unterbringung der Flüchtlinge geht uns alle an!

Immer mehr Flüchtlinge kommen nach Deutschland. Die Zahl der Asylbewerber ist in den letzten beiden Jahren drastisch gestiegen und ein Ende ist nicht abzusehen. Verteilt werden die Menschenströme auf die Städte und Gemeinden, die damit heillos überfordert sind. Eine große Herausforderung auch für Bremen und Bremerhaven.

Gemeinschaftsunterkünfte und Übergangswohnheime sind überfüllt. Das Sozialressort ist mit der Schaffung von Unterkünften, die zum Teil durch die Errichtung von Containerdörfern geschaffen werden, überfordert. Die vorübergehende Unterkunft in Messe- oder auch Sporthallen oder, wie nun notwendig in Zelten, darf nicht zum Normalfall werden. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWOBA unterstützt die Behörden und stellt im Rahmen ihrer Möglichkeiten Wohnungen zur Verfügung. Doch dies alles reicht nicht aus. Aus vielen Gesprächen mit unseren Mitgliedern wissen wir, dass durchaus eine große Bereitschaft vorhanden ist, Wohnraum zu angemessenen Bedingungen zur Verfügung zu stellen. Allerdings ist auch eine gewisse Angst deutlich spürbar. Können die Sprachbarrieren gemeistert werden? Wie sind die unterschiedlichen Kulturen in Einklang zu bringen, ohne dass es zu Spannungen kommt? Ist gesichert, dass die Mietzahlungen auch regelmäßig erfolgen?

In vielen Städten, wie u. a. in Kiel oder auch in Hannover, haben sich die Sozialbehörden mit dem Eigentümerverband Haus & Grund zusammengesetzt, um nach Lösungen zu suchen, die Bereitschaft privater Vermieter für die vielen Asylbewerber zu nutzen. In der Regel beinhalten die geschlossenen Rahmenvereinbarungen die direkte Anmietung von Wohnungen durch die Städte bzw. Wohlfahrtsverbände. Diese schließen die Mietverträge ab, sorgen für Umzug und Möblierung und zahlen die Miete inkl. Betriebskosten. Sie suchen auch die geeigneten Bewohner aus und unterstützen die Vermieterinnen und Vermieter bei möglicherweise entstehenden Problemen beim Zusammenleben. Die Unterbringung der Flüchtlinge ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das uns alle angeht. Hier steht der Eigentümerverband Haus & Grund gerne an der Seite Bremens und Bremerhavens und hat dem Sozialressort angeboten, gemeinsam über Lösungen für eine schnelle menschenwürdige Unterbringung und Integration der Flüchtlinge in unserem Lande nachzudenken.

Ihr Heinrich Schnaue,
Vorsitzender Haus & Grund Landesverband Bremen e.V.

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