Was wir uns für 2015 wünschen

Liebe Mitglieder, der erste Advent liegt schon hinter uns, Weihnachten und ein neues Jahr stehen vor der Tür. Zeit also für einen kleinen Rückblick auf die vergangenen 12 Monate und Wünsche für das bevorstehende Jahr 2015.

Beginnen wir mit einem positiven Blick zurück. Ein milder Winter, ein wunderbarer Sommer und ein Herbst  mit ungewohnt hohen Temperaturen. Das ist gut für unser Gemüt und für unsere Geldbeutel, bezogen auf niedrigere Heizkosten.

Aber nicht alles war positiv. Fast jeden Tag wurden wir privaten Vermieter, wie man so schön sagt, „durchs Dorf getrieben“. Wir würden nicht genug investieren in unsere Bestandsimmobilien und in Neubauten. Wir sind zu gierig und treiben die Mieten in die Höhe. Wir sind schuld daran, dass der Staat über Jahre die Wohnungspolitik vernachlässigt hat und in Großstädten das Gut Wohnung zu einer knappen Ware geworden ist.

Doch die Wahrheit sieht anders aus. Die Bruttorenditen sind in den letzten Jahren gesunken. Dem gegenüber wurden die Baustandards immer mehr in die Höhe getrieben, so dass es denjenigen, die nicht regelmäßig ihre Mieten angepasst haben, immer schwerer fällt, die notwendigen Instandhaltungs- und Modernisierungsinvestitionen aus den erzielten Nettokaltmieten zu finanzieren.

Vor wenigen Wochen hat das Pestel Institut Hannover ermittelt, dass rund ein Drittel der Kaltmieten in die Kassen von Bund, Länder und Gemeinden fließen. Wenn dieses Geld wieder zurückfließen würde in die Wohnungsbauförderung, dann gäbe es auch keine Engpässe auf den Wohnungsmärkten.

Was uns für 2015 erwartet, darüber haben wir bereits mehrfach berichtet. Die Mietpreisbremse wird kommen. Hier hat Haus & Grund verfassungsrechtliche Bedenken eingebracht und durch ein Gutachten untermauert. Es bleibt abzuwarten, wie das Bundesverfassungsgericht hoffentlich einigermaßen zeitnah entscheidet.

Was wir uns für 2015 wünschen: Mehr Fachkompetenz und weniger blinder Aktionismus unserer Politikerinnen und Politiker auf Bundes- und Landesebene. Symbolpolitik schafft keinen neuen Wohnraum.Rund 80% aller Wohnungen in unserem Land, auch in Bremen und Bremerhaven, wurden von privaten Hausund GrundeigentümerInnen finanziert. Dies sollten die Parteien in ihren Wahlprogrammen zur Bürgerschaftswahl am 10. Mai 2015 berücksichtigen. Der Staat alleine ist ohne privates Kapital nicht in der Lage, für eine ausreichende Wohnraumversorgung Sorge zu tragen.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein wunderbares Weihnachtsfest und einen Guten Rutsch – immer an Ihre Verkehrssicherungspflicht denken – in das Neue Jahr.

Ihr Haus & Grund Landesverband Bremen e.V.
Heinrich Schnaue, Vorsitzender
Dipl.-Ing. Andreas Schemmel, stellv. Vorsitzender
Dr. Olaf Voßhans, stellv. Vorsitzender