Wohnen für Hilfe nun auch in Bremen

Unsere Sozialsenatorin Anja Stahmann gab am 13. Januar den Startschuss für ein neues Sozialprojekt.

Die Anzahl der Seniorinnen und Senioren nimmt auch in Bremen stark zu. Die Kinder sind lange aus dem Haus. Der Partner, die Partnerin verstirbt und plötzlich lebt man alleine in einer viel zu groß gewordenen Wohnung oder einem überdimensionierten Haus. Von den eigenen vier Wänden, in denen man möglicher- weise Jahrzehnte gelebt hat, trennt man sich auch im Alter nur ungern. Doch die Größe kann einem dann auch über den Kopf wachsen. Manchmal werden nicht mehr benötigte Räume nur noch einmal pro Woche betreten um die Topfblumen auf den Fensterbänken zu gießen. Und auch der Unterhalt, die Reinigung, die Heizung etc. erfordern Kraft und auch manche finanzielle Anstrengung.

Da liegt die Idee nahe, diesen nicht mehr genutzten Wohnraum Studierenden mit wenig Geld aber Herz und Verstand gegen Hilfeleistungen im Haus und Garten oder auch für Hilfen beim Erlernen der modernen Kommunikationstechnik unter die Arme zu greifen. Eine Stunde Arbeit für einen Quadratmeter Wohnraum lautet die Faustformel beim Projekt Wohnen für Hilfe. Selbstverständlich sind von den Studierenden die Betriebskosten gesondert zu zahlen. Eine wunderbare Idee, wie ich meine. Ein Sozialprojekt, bei dem man sich aber lösen muss von mietrechtlichen Bedenken und Ängsten. Ein Projekt, welches klappen kann, wenn sich sowohl die Älteren Wohnraumgeber als auch die zukünftigen jungen Mitbewohner gegenseitig schätzen und die Besonderheiten, die die Altersunterschiede mit sich bringen, auch tolerieren können.

Informationen zu diesem Projekt und die Ansprechpartner

Haus & Grund Bremen gehört zu den Kooperationspartnern des Projekts Wohnen für Hilfe. Wir laden Sie herzlich ein zu einer Informationsveranstaltung in unserem Hause Am Dobben 1/3 am 27. Februar 2014 um 17.30 Uhr und freuen uns auf Ihren Besuch.

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Ihr Bernd Richter, Geschäftsführer Haus & Grund Bremen e.V.